William Kent Krüger: Für eine kurze Zeit waren wir glücklich

24.08.2019

REZENSION {Unbeauftragte Werbung}

William Kent Krueger: Für eine kurze Zeit waren wir glücklich

Der Sommer 1961 wird für die Pfarrersfamilie Drum und ihre drei Gemeinden Veränderungen bringen, die nur schwer zu verarbeiten sind. Alle dort in New Bremen, so scheint es, haben Schäden an Leib und Seele erlitten. Die Erwachsenen kämpfen noch gegen die Folgen des 2. Weltkriegs an, die Kinder gegen die Launen des Schicksals: Tagträumerei, Gehörlosigkeit, Hasenscharte, Stottern und was sonst noch die Versehrten von den Unversehrten unterscheidet.
New Bremen liegt auf Sioux-Gebiet - und für nicht Wenige ist es abgemacht, dass die Indianer an allem Schuld sind, weil sie eben Indianer sind. Im Mittelpunkt stets der Pfarrer, der eigentlich Anwalt sein sollte, stattdessen zum Captain wurde - der Krieg halt.
Seine Söhne, einer stets zum Geschichtenausschmücken, der andere zum ruhigen Nachdenken aufgelegt, werden viel lernen, in diesem Sommer. Dass man nicht weglaufen kann, vor dem, wer man ist, dass Wunder geschehen können und dass die Toten nie weiter als einen Atemzug entfernt sind.

Dennis Lehane sagt, dass er dieses Buch liebt. Dem habe ich nichts hinzufügen. Außer: Lesen!