Vom Ende der Contratalmudisten

13.01.2020


Zeit: ab Oktober 1758


Orte: Lemberg, Rohatyn


Der Medicus Ascher hat in Lemberg die heimatlose Prinzessin Gitla geheiratet, um dem Gerede in der Stadt ein Ende zu setzen. Geredet wird viel im ganzen Land. Gerüchteweise auch darüber, dass der Bischof Dembowski von den talmudischen Juden mit einem Bann belegt wurde und daran starb. Andere wiederum, wie Gitla, haben gehört, dass

die Leute in der Stadt sagen, zu einem Geist sei der Bischof geworden, jetzt gehe er vor seinem Palais umher und bekenne seine Sünden.

Wie auch immer.

Die talmudischen Juden belegen jetzt nicht mehr nur Menschen mit dem Bann, sie schlagen auch zu. Hart!

Einen Abtrünnigen zu töten, gilt nun als Mizwa

als jüdisches Gebot also. Die talmudischen Juden fallen über die Häretiker her.

Ascher wird zum alten Schor nach Rohatyn gerufen. Der ist fürchterlich zusammengeschlagen worden.

Als der Rabbi wieder einigermaßen zusammengeflickt ist, bringt er als erstes seine Bücher in Sicherheit. Und aus seiner Sicht gibt es nur einen sicheren Ort:

bei Pater Chmielowski, dem Dechanten, dem Autor.

Dieser mag sich wohl darüber gefreut haben, fürchtet er doch, dass sein gesundheitlicher Zustand seinen Besuch der öffentlichen Bibliothek nicht mehr zulassen wird.

Für die alte Jenta gibt es auch nur einen sicheren Ort, nun wo ihr Enkel und seine Botschaft so verhasst sind: die Höhle.

All dieses geschieht, bis die Zeiten wieder besser sind.

Rabbi Nachman, der inzwischen geschieden ist, macht sich wieder auf die Suche nach Jakob. Man könnte das eine Flucht nennen.

Unter den Rechtgläubigen kommt es unter dem ganzen Druck zum Bruch. Manche vertrauen Jakob noch. Andere  (wie die Schors) halten es mit seinem Stellvertreter, einem gewissen Krysa, von dem es heißt, er sei intelligenter als Jakob. Wer kann, flieht an einen sicheren Ort.