Pearl S. Buck: Literaturnobelpreis 1938

01.04.2020

Fotos: Pearl S. Buck im Jahr der Literaturnobelpreisverleihung; Dinner für die Nobel-Preisträger der Westlichen Hemisphere 1968. Im Bild: Mrs. Lady Bird Johnson, Pearl Buck, President Kennedy, Mrs. Jacqueline Kennedy, Robert Frost, others. East Room, White House.


Pearl Buck wurde am 26. Juni 1892 in Hillsboro, West Virginia, USA geboren und starb am 6. März 1973 in Danby, Vermont.  Sie wuchs in China auf, wo ihre Eltern als Missionare dienten. Sie wurde zweisprachig erzogen und sprach sowohl Chinesisch als auch Englisch. Nach mehreren Jahren des Studiums am College in den USA kehrte sie nach China zurück, wo sie bis 1934 lebte. Später zog sie nach Pennsylvania. Pearl Buck war an einer Reihe sozialer Projekte beteiligt. Die wichtigste Unternehmung, der sie neben ihrem Schreiben die meiste Zeit widmete, war die Gründung der Adoptionsagentur Welcome House Inc., die 1949 eröffnet wurde.

Pearl Bucks erster Roman, East Wind, West Wind, wurde 1930 veröffentlicht. Es folgte die Trilogie The Good Earth (1931), Sons (1932) und A House Divided (1935), eine Saga über die Wang Familie. Diese Bücher brachten Pearl Buck ihren großen literarischen Durchbruch. Sie waren in den 1930er Jahren hoch gelobt und sehr beliebt. Das wiederkehrende Thema in ihren vielen Romanen ist der Alltag in China. Sie beschreibt eine reiche Galerie von Charakteren, die zwischen Tradition und Moderne gefangen sind.

Die Verleihung des Literaturnobelpreises an Pearl Buck war sehr umstritten. Die Kritiker dieser Entscheidung hielten ihre Romane literarisch für wertlos. William Faulkner soll angeblich damit gedroht haben, die Annahme des Literaturnobelpreises zu verweigern, weil die unbekannte Pearl S. Buck ihn für ihren "Kitschroman" erhalten hatte. Die seither verwendete ungeschriebene Regel, den Nobelpreis nur an Autor*innen zu verleihen, die mindestens einmal zuvor nominiert waren, wird bis heute "Lex Buck" genannt.