Der Bettler

12.01.2020

Gösta Berling ist an dem Sonntag in Hochstimmung. Jetzt kann alles gut werden. Doch sein Zechbruder, der Hauptmann Christian Bergh,

dumm wie ein Bergtroll,

erweist ihm einen Bärendienst. Er fährt die geistlichen Herren zurück nach Karlstadt

Im rasendsten Galopp hatte er die Pferde dahinsausen lassen. Das geschah den Herren recht, die nicht dulden wollten, dass ein ehrlicher Mann sich einen Rausch tränke.

Mit bleichen Gesichtern saßen diese hinter den ledernen Vorhängen und murmelten Gebete.

Als der Bischof fragt, warum so schlecht gefahren wurde, antwortet Bergh

Das bedeutet, dass der Herr Bischof es sich zweimal überlegen soll, ehe er wieder eine  Visitationsreise zu Gösta Berling macht.

Als Bergh ihm das erzählt, zuckt Gösta Berling zusammen. So mussten die geistlichen Herren annehmen, der Hauptmann habe in seinem Auftrag gehandelt. Er sei nichts als ein Heuchler.

Er fühlt, dass er nun doch suspendiert wird. Er nimmt es als Gottes Willen. Er verlässt das Pfarrhaus als Bettler.

Auf seinem Weg trifft er auf die zwölfjährige Tochter seines Amtsbruders:

Einen ärmeren Vater haben viele Kinder

 erzählt sie ihm, 

einen schlechteren hat keins.

Das Mädchen berichtet, dass sie Vaters Korn gestohlen und es zum Mahlen gebracht habe, um nun Brot davon zu backen.

Als sie nun meint, den Schlitten ihres Vaters zu hören, vertraut sie dem gewesenen Pfarrer Gösta Berling das Mehl und ihren Schlitten an. Damit der Vater sie nicht totschlägt, wenn er von ihrem Diebstahl erfährt.

Gösta Berling versäuft zuerst das Mehl, dann den Mehlsack, dann den Schlitten in der nächsten Schenkstube.