Ergotherapie zu Hause

23.01.2020

Bei der Erkrankung "Rheumatoide Arthritis" besteht eine erhöhte Gefahr der Versteifung von Gelenken. Besonders und vor allem am Anfang sind davon die Hände betroffen. Das Halten von Dingen, das Greifen, das Öffnen von Gläsern, das Schreiben, die Benutzung von Schlüsseln usw. fallen schwer oder werden sogar unmöglich. Um dem Vorzubeugen und um eine Invalidität möglichst zu verhindern, sollen die Gelenke in den Händen (genau wie alle Gelenke im Körper) ständig bewegt, die Kraft der Muskeln, das Zusammenspiel mit den Bändern der Hände und der Finger gestärkt werden.

Dazu gibt es verschiedene Hilfsmittel, die man täglich anwenden sollte. Eine Viertelstunde am Tag genügt. Neben dem schon erwähnten (kalten oder warmen) Sand-/Raps-/Steinebad kann das Therapieknete sein, QiGong-Kugeln, Igelbälle usw.

Wichtig ist dabei, dass achsengerecht gearbeitet wird, das heißt der Mittelfinger muss bei allen Übungen in Fortsetzung des Unterarms geradeaus zeigen. Wenn etwas gerollt wird, geschieht das immer zum Körper hin. Die linke Hand arbeitet im Uhrzeigersinn, die rechte Hand gegen den Uhrzeigersinn. Die Sitzhaltung sollte aufrecht sein. Alle Übungen müssen schmerzfrei durchgeübt werden. Jede Überstreckung der Gelenke muss vermieden werden.