Die Familie Olymp

03.02.2020


Auf Verlangen des Autors (diese Unsitten sind auch erst seit Erfindung des Neulands Internet eingetreten - Selma Lagerlöf stieß noch einen Seufzer aus, der etwa so klang

Gott bewahre uns im übrigen vor der Kritik, die man erhält. Es ist am besten, verschont zu bleiben. -

die Damen Lagerlöf und Elkan weilten, wenn eine Kritik zu erwarten war, schlicht im Ausland),

befasse ich mich heute mit der Familie Olymp, benannt nach ihrem Wohnort.

Und, soviel kann ich schon jetzt verraten, es ist kompliziert.

Erstens, weil diese Familie nicht einfach war, sondern ihre Geschichte erst von den Autoren Homer und Hesiod ausgeformt und entwickelt wurde. Der eine behandelte die Entstehung der Welt und der Generationen der Götter (Hesiod), der andere karikiert das eher, indem er die Götterwelt ähnlich interpretiert wie die Adelsgesellschaft rund um ihn herum.

Zweitens ist es kompliziert, weil die Götter Liebesbeziehungen eingingen, wie das bei uns heute verboten ist, mit den Geschwistern, mit den Kindern, mit den Menschen. Da blickt man nicht wirklich durch.

Der Autor von "Orpheus" hat mich aber mit den wichtigsten Schautafeln versorgt.

Von dem Olymp aus, dem Hügel, auf dem sie saßen, konnten die "Olympier" alles was unter ihnen geschah, sehen und beherrschen.

Sie selbst hatten interessante Eigenschaften gepachtet, nämlich ewige Jugend, ewige Schönheit und Unsterblichkeit.

Eins hatten sie aber nicht: Sie waren nicht allmächtig!

Sie hatten menschliche Gestalt, menschliche Eigenschaften und menschliche Verhaltensweisen: sie waren eifersüchtig, zornig, ungerecht, rachsüchtig usw.

Sie konnten in das Leben der Menschen unter ihnen eingreifen, sowohl positiv als als auch negativ.

Auf Fehlverhalten oder gar Beleidigungen reagierten sie mit Rache und Bestrafung.

Wenn man sie positiv stimmen wollte, machte man das am besten über Opfergaben, schöne Feste, schöne Spiele und so.

Wie oben gesagt, durch ihre Beziehungen steigt man nicht durch, da herrscht Chaos - und genau das ist, woher die Familie Olymp abstammt.

Vom CHAOS, das war kein Gott, sondern eher ein Geist. Der hatte eine Tochter Gaia (Erde) und die hatte einen Sohn Uranos (Himmel) und sie mit dem Sohn viele Kinder.

Diese Kinder waren die Titanen. Da gab es zwei wichtige: Kronos und Rhea, die hatten auch wieder Kinder miteinander.

Kronos entmannte seinen Vater, um selbst die Herrschaft übernehmen zu können. Um dann sicher zu gehen, dass das wirklich für immer und ewig so bliebe, hat er alle seine Kinder nach der Geburt direkt aufgemampft.

Rhea hat über einen Trick eins von diesen Kindern gerettet, nämlich den kleinen Zeus, indem sie Kronos zum Fressen einen mit einer Windel umwickelten Stein gegeben hat, statt des Kindes.

Der kleine Zeus wurde nach Kreta verbracht, da kümmerten sich die Nymphen gut um ihn. Er wurde groß und stark - und zwang dann Kronos, alle verschluckten Geschwister (Poseidon, Hades, Hestia, Demeter und Hera) wieder auszuspucken. Hera heiratet er dann übrigens und die ist mächtig eifersüchtig.

Dann gab es zehn Jahre lang Keile zwischen den Titanen (vertreten durch Kronos) und den Olympiern, vertreten durch Zeus.

Die Olympier haben gewonnen.

Deshalb wurden die Titanen in die Tiefen der Unterwelt verbannt.

Von nun an herrschte Zeus über den Himmel - und seine Brüder Poseidon und Hades über das Meer bzw. das Totenreich. Über die Erde herrschten sie alle drei gemeinsam.

Die Stellung von Orpheus kann sich jetzt jeder selbst ausrechnen, seine Geschichte stand ja am Anfang von diesem Blog.