Grazia Deledda 

1926


Zu Beginn des Romans werden neben der kleinen Cosima noch weitere Kinder der Familie vorgestellt.

Cosima!

13.02.2020
An diesem Tor zeigt sich eines Morgens im Mai ein kleines, braunhaariges Mädchen, ernst (...) eher Bauernkind als Bürgerstochter. Und es wartet, von einem Bein aufs andere wippend, daß jemand vorbeikomme oder sich am Fenster gegenüber zeige, denn es hat eine wichtige Neuigkeit mitzuteilen.(...)Das Mädchen da am Tor (...) hält seine Nachbarn für...

Ich war ja gestern doch ziemlich euphorisch, was den Roman "Das Geheimnis" betraf. Deshalb habe ich sicherheitshalber im Internet nochmal geforscht, ob es vielleicht doch andere deutsche Beiträge gibt, die meine Begeisterung teilen - oder vielleicht auch gar nicht. Meinungen zum Roman habe ich nicht gefunden, wohl aber zu anderen Werken.

Der Roman DAS GEHEIMNIS, der (bei Erscheinen tatsächlich) Literaturnobelpreisträgerin Grazia Deledda, hinterließ mich echt sprachlos. Er ist vielleicht als eine Art Fazit des Lebens zu sehen, dieser sogar in den großen Momenten absolut stoisch wirkenden, schreibenden Frau. Ich bin jetzt richtig gespannt auf das postum erschienene "Cosima", das ich...

Der Roman DAS GEHEIMNIS wurde erstmals im Jahr 1929 veröffentlicht. Also nach Entdecken von Deleddas eigener Krankheit und der entsprechenden Operation. Im Roman befasst sie sich auch mit einer Erkrankung. Einer Nervenerkrankung. Krank ist der Ehemann der neuen Nachbarin.

Grazia Deledda wurde kritisiert für die eingeschränkte Themenvielfalt ihrer Romane, aber hoch gelobt für ihre Landschaftsbeschreibungen. Und die klingen tatsächlich ganz frisch und modern und manchmal sogar ein bisschen wie aus einem Reisekatalog. Wie hier in DAS GEHEIMNIS:

Wenn man im Netz nach Literaturnobelpreisträgerinnen sucht, spuckt die Suchmaschine eine (vielleicht aufgegebene) Website, offensichtlich der Philosophischen Fakultät der Universität Düsseldorf aus. Diese befasst sich mit den Literaturnobelpreisträgerinnen der Jahre 1909 bis 1945, also Selma Lagerlöf, Grazia Deledda, Sigrid Undset, Pearl S. Buck...

Von Christian, der sich misanthropisch und aus unbekannten Gründen aus der Welt zurückgezogen hat, erfährt man zunächst nur, dass er offensichtlich Ängste hat, die seinen Aufenthaltsort betreffen.

Auf der Website des Mainzer Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte finden sich Daten zur Auswanderung aus Italien, Ende des 19. Jahrhunderts bis ins 20. Jahrhundert hinein.