Grazia Deledda Biographie

Am offiziellen Schulunterricht nahm sie nur vier Jahre lang teil, was für ein Mädchen als ausreichend angesehen wurde. Aber sie erhielt noch Privatstunden in Italienisch.

Ihr Lehrer ermunterte sie, die Geschichten, die sie schrieb, bei der Zeitung einzureichen, und so wurde sie mit 13 Jahren das erste Mal publiziert - in einer Modezeitschrift.

Im Jahr 1900 heiratete Grazia Deledda, zog nach Rom und bekam zwei Söhne.

In dem kurzen Clip unter dem link sieht man Grazia Deledda und ihren Mann, Palmiro Madesani, kurz nach der Preisverleihung.

https://www.nobelprize.org/prizes/literature/1926/deledda/documentary/

Man sieht, das Spiel mit der Kamera beherrscht sie nicht. Ihr Mann wirkt deutlich selbstbewusster.

Grazia Deledda schrieb Erzählungen, Kurzgeschichten, Artikel, Bühnenstücke und Gedichte.

Ihr erster Roman Fior de Sardegna (Die Blume Sardiniens) wurde 1892 veröffentlicht. Als 1913 Elias Portolu (auf Deutsch erschienen als Die Maske des Priesters) folgte, gab es viel internationale Zustimmung und eine breite Leserschaft

Ihre Kindheit war geprägt von Traditionen, die auf tiefen historischen Wurzeln fußten. Die unglücklichen Schicksale ihrer Familienmitglieder weckten in ihr einen starken Glauben an Fügungen. Themen wie unkontrollierbare Kräfte, moralische Dilemmata, Leidenschaften und menschliche Schwächen werden in ihren Geschichten behandelt.

Den Literaturnobelpreis bekam sie für das Jahr 1926 verliehen. Die Verleihung erfolgte aber, ähnlich wie im Fall von Olga Tokarczuk, erst ein Jahr später, also 1927.

Die Begründung des Nobelpreiskomitees zur Verleihung lautete:

Für ihre von Idealismus geprägten Werke, die mit plastischer Klarheit das Leben auf ihrer heimatlichen Insel nachzeichnen und allgemeine menschliche Probleme voller Tiefe und Sympathie behandeln.

Anmerkung: Es gibt im Netz zahlreiche unterschiedliche Lebensläufe, Beschreibungen, Zahlen und Daten - Ich beschränke mich hier auf die Angaben der Seite www.nobelprize.org