Rheuma und Buch


Nach Ausbruch meiner Erkrankung Rheumatoide Arthritis wurde ich zunächst arbeitslos. 
Inzwischen bin ich in der Erwerbsminderungsrente gelandet. 
Eine meiner Ideen, um weiter aktiv am Gesellschaftsleben teilnehmen zu können, ist dieser Blog.

Schön, dass Sie hier sind! Vielen Dank für Ihr Interesse.


Meine Bücher...


... aber nur die physischen Exemplare. Ich habe sie zum größten Teil von meinen Eltern geerbt und  erkenne die Titel an den Rückenfarben, weil ich sie seit meiner Kindheit vor Augen habe. Ab und zu werde ich zufällig eines herausziehen und hier über meine Leseeindrücke berichten.

Bei mir machen das Rheuma und die damit verbundene schwindende Kraft in den Händen es nötig, in der Regel zum digitalen Buch zu greifen. Dort müssen keine Buchhälften auseinandergehalten werden. Ein kleiner Tipp oder Wisch reichen aus.

Meine wahre Bibliothek befindet sich demnach auf meinem Rechner, wohl sortiert in einer Calibre-Bibliothek oder in der Onleihe meiner Stadtbibliothek.



AKTUELLES

Das Evangelium nach Amélie. Direkt zu Beginn der Fastenzeit bin ich auf ein seltenes Kleinod gestoßen: Amélie Nothomb: Die Passion. Aus dem Französischen übersetzt von Brigitte Große, erschienen im vergangenen Oktober bei Diogenes. 

Wer die vier Evangelien gelesen hat, hat's gemerkt. Jeder beschreibt die Geschichte rund um Jesu Geburt und Tod auf seine Art. Keiner war dabei, alle schrieben wenigstens 50 Jahre später - aber alle bildeten sich ein, die eine, wahre Geschichte zu erzählen..

Amélie Nothomb war natürlich auch nicht dabei. Ich habe keine Ahnung, ob sie religiös ist oder nicht - und das spielt auch gar keine Rolle. Was zu erzählen hat sie jedenfalls. Aus der menschlichen Sicht. In der dunkelsten Stunde - kurz bevor es zum allerersten Karfreitag kommt, sitzt Jesus in seiner Zelle und reflektiert sein Leben. Er hadert mit sich, mit den Menschen, mit seinem Vater.

Ich wusste seit jeher, dass man mich zum Tode verurteilen würde. Der Vorteil dieser Gewissheit: Ich kann meine Aufmerksamkeit Dingen zuwenden, die es wert sind - den Details.

Ich hab mir vorgenommen, bis zum Karfreitag ein paar von diesen Details zu bloggen. Hier


#21für21



Rowohlt Digitalbuch, veröffentlicht im Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, Oktober 2009. Knapp 10 Euro.




#NobelprizeforLiteratureWomen


 Wisława Szymborska

(Preisträgerin 1996)


Die Schwedische Akademie
Der Ständige Sekretär

Pressemitteilung
3. Oktober 1996

Der Nobelpreis für Literatur 1996

"für eine Poesie, die mit ironischer Präzision den historischen und biologischen Zusammenhang in Fragmenten menschlicher Wirklichkeit hervortreten läßt"

Die polnische Poetin und Kritikerin Wislawa Szymborska ist 73 Jahre alt und wohnt in Krakau.

Seit 1957 - als die Zensur nach dem Tauwetter im Jahr zuvor ihre feste Hand lockern mußte - hat sie eine einziffrige Anzahl schmaler, aber gewichtiger Gedichtsammlungen, ein paar Bände Buchbesprechungen und eine Reihe sehr gut aufgenommener Übersetzungen älterer französischer Poesie veröffentlicht. Von ihrer ersten Sammlung, mit der sie 1952 debütierte, und der darauf folgenden von 1954 - beide waren sozialrealistische Anpassungsversuche - hat sie sich distanziert.  

(Aus der Pressemitteilung zum Literaturnobelpreis 1996)


Nachdem ich auf der Facebook-Seite von Rheuma und Buch den ersten der beiden Kurzvorträge von Dr. Michael Schwarz-Eywill (er war im letzten Jahr in der Reha im FÜRSTENHOF in Bad Pyrmont mein behandelnder Arzt) zum Thema Rheumatoide Arthritis geteilt hatte, kam die Anfrage aus Bad Pyrmont, ob ich nicht sein neuestes Buch hier vorstellen möchte. Das mache ich natürlich gerne! Eine breite Aufklärung über diese Erkrankung kann nämlich das Leben von Rheumatiker*innen deutlich erleichtern. 

Schwarz-Eywill, Gehlen, Hösle, Schultze: Rheumatologie exemplarisch (lehmanns media 2020)

Seit ich weiß, dass ich Rheumatoide Arthritis habe, muss ich oft an meine Urgroßmutter denken. Ich habe sie nie kennengelernt, aber ich weiß noch aus der Kindheit, dass häufig über ihre Hände gesprochen wurde. Wahrscheinlich waren diese ähnlich verändert, wie auf dem Titelbild des Buches Rheumatologie exemplarisch, das ganz frisch aus der Arbeit des Bad Pyrmonter Rheumatologen Dr. Schwarz-Eywill und seinem Team hervorgegangen ist. Mehr.


Die sehr leicht verständlichen Vorträge von Dr. Schwarz-Eywill können Sie  hier anschauen:


Ich erinnere auf dieser Website an Donia Zeldich, sie wurde mir über das Projekt IRemember Wall von Yad Vashem zugelost. Sie wurde nur 25 Jahre alt. Donia Zeldich wurde in Kiew, Ukraine (USSR), im Jahr 1916 als Tochter von David und Sonia, geb. Freidenberg, geboren. Sie war Angestellte und unverheiratet. Vor dem 2. Weltkrieg lebte sie in Kiew, Ukraine (USSR), ebenso während des Krieges
Sie war ein Opfer der Shoah, und ich möchte, dass sie nicht vergessen wird. 

Unter diesem Link gelangen Sie zur IRemember Wall von Yad Vashem:

<https://iremember.yadvashem.org/>

Was ist das Leben, wenn nicht ein Tanz auf Gräbern?

Olga Tokarczuk: Die Jakobsbücher

Wer bloggt?

Mein Name ist Elisabeth Mayer

Seit ich Lesen gelernt habe, interessiere ich mich für Bücher. 

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NetGalleyDE Challenge 2020


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Die Beschäftigung mit dem großartigen Roman der Literaturnobelpreisträgerin 2018, Olga Tokarczuk, führte mich direkt zu der Frage: Wer sind eigentlich die anderen 14 (!) Autorinnen, die mit dem Preis ausgezeichnet wurden? Da passt es gut, dass sich auf Anregung von Sabine Krass unter dem Hashtag

#nobelprizeforliteraturewomen

Lesende finden können, die sich genau mit diesem Thema befassen.

Monatlich wollen wir uns einer dieser Nobelpreisträgerinnen widmen. Los ging es mit der ersten Frau, die den Preis verliehen bekam: <Selma Lagerlöf (1909)>.

<Hier> gehts zum Blog über die Werke der  Preisträgerinnen.


Immer noch aktuell, vor allem wegen der Probleme durch den Brexit, ist übrigens auch mein Gastbeitrag im letzten Büchermagazin zu Milchmann von Anna Burns. Unter dem Link finden Sie alles dazu.


Tipp des Monats

Es gibt einen Aufruf von Benedict Wells (Hartland - wird hier auch noch besprochen), doch auf Debütromane hinzuweisen, die es während der Lockdowns besonders schwer haben, wahrgenommen zu werden.. Deshalb hier ein erster Tipp:

Christoph Nußbaumeder | Die Unverhofften 


Flopp des Monats:

Roman Klementovic:
Wenn das Licht gefriert. Thriller.
Gmeiner Verlag 2020.

Warum? Hier.


Das lese ich als nächstes:


#21für21 hat sich Nicole Schmitt vom Lesestammtisch ausgedacht: 

Welche Bücher haben sich auf dem SUB (Stapel ungelesener Bücher) angesammelt und sollten endlich in Angriff genommen werden? Ich habe eine völlig zufällige Auswahl getroffen.


21 Bücher für das Jahr 2021. 

  1. #21für21: 1 Ruth Berger | Gretchen: Ein Frankfurter Kriminalfall
  2. #21für21: 2 Ray Bradbury | Fahrenheit 451 (2020)
  3. Blasmusikpop oder wie die Wissenschaft in die Berge kam von Vea Kaiser (2014)
  4. Das Leuchten am Rand der Welt von Eowyn Ivey (2017)
  5. Siebenschön von Judith Winter (2014)
  6. Herzfaden von Thomas Hettche (2020)
  7. Die ungeheuerliche Einsamkeit des Maxwell Sim von Jonathan Coe (2013)
  8. Der Zopf von Laetitia Colombani (2018)
  9. Der unvermeidliche Tod des Lewis Winter von Malcolm Mackay (2014)
  10. Die Dame mit der bemalten Hand von Christine Wunnicke (2020)
  11. Kahlschlag von Joe R. Lansdale (2012)
  12. Was Nina wusste von David Grossmann (2020)
  13. Schwarz und Weiss von Irene Dische (2017)
  14. Auf der anderen Seite des Flusses von Pedro Mairal (2020)
  15. Vierfleck oder Das Glück von Katharina Geiser (2015)
  16. Nach Matthias von Peter Zantingh (2020)
  17. Knockemstiff von Donald Ray Pollock (2013)
  18. Ihr Königreich von Joe Nesbo (2020)
  19. Die irren Fahrten des Gabriel Delacruz von Jordi Punti (2013)
  20. Schwarzrock von Brian Moore (2020)
  21. Verschüttete Milch von Barbara Frischmuth (2019)

Archiv Projekte:

#Olgalesen 



Die neuesten Posts auf www.rheumaundbuch.de


 

Lesen Sie hier das Neueste


Viele Rheumatiker (und nicht nur die) haben Probleme mit den Augen. Das muss gar nicht unbedingt eine weitere Erkrankung sein, wie das Sicca-Syndrom, an dem außer den Augen auch Nase und Mundraum beteiligt sind. Sondern vielleicht so wie bei mir: immer wiederkehrende Gerstenkörner, die morgens zu einem total schmerzhaft verklebten Auge führen....


Und wer jetzt noch nicht genug hat, sieht hier, was die Kolleg*innen gelesen haben, die

 meine persönlichen Lieblingsliteraturblogs betreiben:

Danke an Petra von Petras Bücherapotheke, Susanne von Lieslos!, Uwe von Kaffeehaussitzer, Hauke vom leseschatz, 
Arndt von AstroLibrium, Sabine von tausendléxi  und an das tolle Team von We read Indie!

Für rheumatische Erkrankungen gibt es das auch. Ich arbeite noch an einer Zusammenstellung. Mir persönlich hat am allermeisten die FibroFee geholfen. Dort gibt es aktuell zwar eher selten neue Einträge, aber die Seite hat es in sich! Chronische (Schmerz)-Erkrankungen sind ein zunehmendes Problem.